COVID19 bedeutet keine Gefahr mehr

Corona ist zu normalem Erkältungsvirus mutiert

(Wien, 20.09.2024)

Dr. Ludwig Kaspar erklärt ein Coronavirus-Modell
Dr. Ludwig Kaspar (Foto: aha/tg, Verwendung im Zusammenhang mit der Aussendung honorarfrei). Für große Darstellung bitte auf Bild klicken.

Corona ist aus medizinischer Sicht nur noch Routine. „Die Sonderbehandlung von COVID19 als gefährliche heimtückische Viruserkrankung ist vorbei.“ Ludwig Kaspar, stellvertretender

Vorsitzender der Austrian Health Academy und erfahrener Mediziner ist überzeugt: Von Corona geht aktuell keine besondere Gefahr aus. Es ist eine „ganz gewöhnliche Viruserkrankung“ wie viele andere auch geworden. Rund vier von fünf aktuellen Erkältungen gehen auf COVID19 zurück. Die Verläufe unterscheiden sich nicht von anderen Erkältungs- und Grippeviren. Schwere Verläufe mit bakterieller Pneumonie als Folgeerkrankung sind die absolute Ausnahme. Das zeigt auch ein Rundruf bei Wiener Spitalsärzten.

„SARS, das war’s!“

„Kein erfolgreiches Virus bringt langfristig seinen Wirt um“, sagt Kaspar. COVID19 folgt damit dem Vorbild von so gut wie allen verbreiteten Viren. Sie werden infektiöser, aber ungefährlicher im Verlauf. Chronisch Kranke oder ältere Menschen müssen weiterhin vorsichtig sein. Das gilt für alle Erkältungs- und Grippeviren. Kaspar: „Wer sich gefährdet fühlt, sollte durchaus von bestehenden Impfangeboten Gebrauch machen - ob gegen Grippe oder Corona.“ „Sars, das war’s!“, sagt Kaspar mit Blickwinkel auf die große Mehrheit der Bevölkerung und den Erreger SARSCov2, der COVID19 auslöst.

 

Testmaßnahmen sorgen für Beruhigung

 

Besondere Strategien gegen das Coronavirus hält Ludwig Kaspar angesichts der abgemilderten Gefahren für nicht angebracht. „Die neuen Testmöglichkeiten in Ordinationen und die verfügbaren COVID-Medikamente sorgen für Beruhigung in der Bevölkerung. Mehr

braucht es aber nicht.“ Das zentrale medizinische Thema nach Corona ist für den ehemaligen Chef der Wiener Gemeindespitäler die Gesundheitsversorgung im niedergelassenen Bereich. „Der Mangel an Kassenärzten macht mir im Moment weit größere Sorgen als irgendeine Krankheit.“

 

Ein gespaltener Blick auf die Coronazeit

 

Die Erfahrungen der Coronazeit sieht Kaspar zwiespältig. Auf der Habenseite stehen atemberaubend schnelle Erfolge in der Erforschung und Behandlung des Virus. Nachdenklich stimmt ihn die anhaltende Spaltung in Maßnahmenbefürworter und -gegner. „Politik und Medizin hatten die richtigen Maßnahmen, aber die falsche Kommunikation.“ Die weltweite Forschung rund um COVID19 birgt für Kaspar große Chancen. Wir haben eine Fülle an Datenmaterial, aus dem wir für künftige Pandemien lernen können. Die Austrian Health Academy setzt auf versöhnliche Aufarbeitung und die Entwicklung gemeinsam getragener Zukunftsszenarien. Kaspar, der seit 17 Jahren Mitglied der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt ist, hat ein klares Ziel: „Die nächste Pandemie schaffen wir ohne Spaltung.“

 

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